Ökostrom günstig finden

Die Bedeutung des Ökostroms wird in der Zukunft unweigerlich zunehmen, weil irgendwann die fossilen Energieträger wie Kohle, Ergas und Öl aufgebraucht sein werden. Dies liegt daran, dass sie schneller aufgebraucht wurden als sie sich nachbilden können. Schließlich haben sie Jahrmillionen gebraucht, den heutigen, für uns nutzbaren Zustand zu erlagen. Seit dem letzten G8-Gipfel in Japan diesen Jahres ist die zuvor verpönt gewesene Atomkraft wieder hoffähig geworden. Sie wird mit dem Hinweiß, dass bei ihrer Herstellung nicht so viel CO2 verbraucht werden würde wie bei der Nutzung von Kohlekraftwerken, schöngeredet.
Dabei werden bewusst die Gefahren ausgeblendet, die von der Atomkraft ausgehen können. Anscheinend liegt Tschernobyl schon zu lange zurück oder es muss erst ein Unglück unmittelbar in einem der führenden Industriestaaten passieren, damit die Regierungen wieder zur Vernunft kommen. Neben Unfällen, herbeigeführt durch das Zusammenspiel von Mensch und Maschine, ist eine dritte Komponente aufgetreten, die die Sicherheit der Atommeiler gefährtet: der Terrorismus.

Ökostrom wird vor allem aus Sonne, Wind und Wasser gewonnen. Aber auch Erdwärme und aus Biomasse gewonnene Energie müssen erwähnt werden.
Die Sonnenenergie wird mittels Kollektoren eingefangen. Diese sind meist auf Hausdächern angebracht. Die Sonnenenergie wird dann zur Warmwasserbereitung oder Stromerzeugung verwendet. Die Sonnenscheindauer und der Winkel, mit dem die Strahlung auf die Erdoberfläche treffen, sind für die Intensität der Sonnenstrahlung verantwortlich. Sie (die Sonnenscheindauer und der Eintrittswinkel) wariieren je nach Uhrzeit, Jahreszeit und Breitengrad. So beträgt die eingestrahlte Energie in Mitteleuropa beispielsweise 1.000 kWh pro m² und Jahr, in der Sahara sind es 2.350 kWh pro m² und Jahr. Zurzeit wird nur ca. 0,25% des Stromverbrauchs in Deutschland mit Sonnenenergie gedeckt.

Der Vorteil der Sonnenenergie gegenüber fossilen Energieträgern liegt in ihrer Umweltverträglichkeit. Bei ihrer Bereitstellung und Nutzung wird vergleichsweise wenig an CO2 und  Rußpartikeln freigesetzt (die Herstellung der Anlagen verbraucht eine gewisse Menge an Energie, Wasser und Chemikalien). Darüber hinaus ist die Sonnenenergie unbegrenzt nutzbar und wird nicht, wie Kohle, Ergas und Öl irgendwann erschöpft sein. Wird die Energie zudem von vielen kleinen Solarzellenanlagen geliefert, komm es nicht zu Energieverlusten durch Übertragung und Verteilung durch Großkraftwerke. Damit würden auch gleichzeitig die Kosten für Übertragung und Verteilung wegfallen. Preisabsprachen auf dem momentan noch oligopol anmutenden Energiemarkt würden so erschwert werden.

Große Reservekapazitäten wären nicht mehr nötig, weil die Existenz vieler kleiner Energieerzeuger den Ausfall einzelner Anlagen verkraften könnte. Da Deutschland ein rohstoffarmes Land ist, würde es sich beim Verzicht auf fossile Energieen aus der Abhängigkeit vom Ausland begeben. So aber kann Russland mit seinem Gas und der Nahe Osten mit seinem Öl einen gewissen Druck auf Deutschland ausüben.
Weil die Sonnenenergie immer verschieden stark ausfällt, kommt sie ohne Speichertechnologie nicht aus, will man auch in sonnenarmen Zeiten Energie haben. Dies ist einer der Nachteile der Sonnenenergie. Noch ist die Stromerzeugung mit Hilfe von Solarenergie, verglichen mit der von z.B. Windkraft, sehr teuer. 

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